Landshut im Nationalsozialismus im LANDSHUTmuseum: Stadtgeschichte sehen, erinnern, diskutieren


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Erinnerung sichtbar machen: Landshut im Nationalsozialismus als dichte Stadtgeschichte
Die Ausstellung Landshut im Nationalsozialismus. Opfer. Täter. Zuschauer. im LANDSHUTmuseum verdichtet Stadtgeschichte zu einem intensiven Kunsterlebnis der Werkbetrachtung historischer Zeugnisse. Reduziert auf die Stationen im Erdgeschoss entfaltet sich eine Ausstellungsatmosphäre, die durch Licht, Material und klare Szenografie das Nachdenken über Verantwortung, Mitlaufen und Widerstand fördert.
Stationen der Erinnerung: Farben, Formen, Fakten
Im Unteren Kreuzgang treten Fotografien, Dokumente und Objekte in einen präzisen Dialog: eine Silberschale aus geraubtem jüdischen Besitz, eine Taschenuhr eines ermordeten Euthanasie-Opfers, Stadtpläne und zeitgenössische Aufnahmen. Die sachliche Kuratierung schärft den Blick für Materialität, Patina, Maßstab und Raumwirkung. So entsteht ästhetische Erfahrung jenseits von Effekten.
Topografie der Stadt: Historischer Stadtrundgang im Museum
Die Erdgeschoss-Stationen führen als historischer Stadtrundgang zu Orten von Opfern und Tätern in der Landshuter Innenstadt. Mit dem begleitenden Stadtplan lassen sich die thematisierten Schauplätze eigenständig entdecken. Die klare Wegführung, zurückhaltende Farbigkeit und gut lesbare Typografie erleichtern die Werkbetrachtung.
Bildung im Dialog: Führungen und Workshops
Die Museen der Stadt Landshut bieten weiterhin buchbare Führungen und Workshops für Gruppen und Schulklassen an. Interaktive Vermittlung verbindet Quellenkritik, Oral History und Objektanalyse. So verknüpfen sich kunsthistorische und zeitgeschichtliche Kompetenzen in einer verantwortungsvollen Kulturellen Bildung.
Kuratierung und Kontext
Die Präsentation wurde von einem städtischen Museumsteam verantwortet und durch zahlreiche Institutionen unterstützt. Sie betont methodisch die Verhältnisbestimmung von Propaganda, Jugend, Vereinen, Wirtschaft, Widerstand und Nachkriegserinnerung. Die klare Szenografie schafft eine ruhige Ausstellungsatmosphäre, die Konzentration und respektvolle Stillen fördert.
Fazit
Wer die Ausstellung besucht, erlebt eine konzentrierte, quellengesättigte Werkbetrachtung lokaler NS-Geschichte. Erwartet werden präzise Informationen, sinnliche Eindrücke der Materialien und eine nachvollziehbare Topografie der Stadt. Ein Besuch schärft Urteilskraft, Empathie und historisches Bewusstsein – unbedingt live ansehen.
Offizielle Kanäle von Museen der Stadt Landshut:
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- Website: https://museen-landshut.de/










