Louis Lewitan in Landshut: Lesung und Diskussion zu Der blinde Fleck

Event: Lesung und Diskussion: Louis Lewitan „Der blinde Fleck“ in KOENIGmuseum, Am Prantlgarten 1, 84028 Landshut on 7. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

7. Oktober 2026 19:00 Uhr

Veranstaltungsort

KOENIGmuseum
Am Prantlgarten 1, 84028 Landshut, Deutschland

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Kostenlos

Über diese Veranstaltung

Literatur & Lesungen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Ein Abend über Erinnerung, Schweigen und die Kraft des Fragens

Im KOENIGmuseum trifft Literatur auf Zeitgeschichte: Louis Lewitan und Stephan Lebert öffnen mit Der blinde Fleck einen Raum für die Gespräche, die in vielen Familien jahrzehntelang ausblieben. Die Lesung und Diskussion führt mitten hinein in die deutsche Erinnerungskultur und in die Frage, wie sehr die Jahre 1933 bis 1945 bis heute nachwirken.

Wenn Familiengeschichten politisch werden

Lewitan, Trauma- und Stressexperte sowie Sohn von Überlebenden, und der Journalist Stephan Lebert sammeln in ihrem Buch einhundert Gespräche mit Nachgeborenen. Daraus entsteht kein nüchterner Befund, sondern ein literarisch verdichtetes Sachbuch über verdrängte Familiengeschichten, transgenerationale Traumata und die heikle Schönheit des Fragens. Wer Literatur als Erkenntnisraum versteht, findet hier eine Lesung mit ungewöhnlicher Dichte.

Sprachkunst zwischen Bericht und Befragung

Der Abend verbindet journalistische Präzision mit psychologischem Tiefblick. Die beiden Autoren zeigen, wie Schweigen in Familien zu einer Erzählung eigener Art wird: fragmentarisch, schmerzhaft, oft erst spät entziffert. Gerade darin liegt die literarische Qualität dieses Gesprächsformats: Es arbeitet mit Stimmen, Brüchen und Erinnerungsarbeit, ohne die historische Verantwortung aus dem Blick zu verlieren.

Das KOENIGmuseum als stimmiger Ort

Das KOENIGmuseum am Prantlgarten bietet dafür den passenden Rahmen. Der Ort steht für Konzentration, offene Wahrnehmung und kulturhistorische Präsenz. Wer zur Lesung kommt, erlebt keine distanzierte Podiumssituation, sondern eine intime Autor-Begegnung mit anschließender Diskussion und Publikumsgespräch.

Einordnung und Resonanz

Die aktuelle Rezeption hebt die Relevanz des Buches für den öffentlichen Diskurs über NS-Aufarbeitung und familiäre Erinnerung hervor. Damit rückt der Abend in eine Gegenwart, in der Literatur nicht nur erzählt, sondern auch befragt, ordnet und aufdeckt. Genau hier entfaltet sich die besondere Stärke dieses literarischen Erlebnisses.

Fazit: Wer sich für Lesungen mit Tiefgang, Erinnerungskultur und zeitgeschichtliche Literatur interessiert, sollte diesen Abend nicht verpassen. Louis Lewitan und Stephan Lebert laden zu einer Begegnung ein, die nachhallt und lange im Kopf bleibt.

Offizielle Kanäle von Louis Lewitan:

Quellen:

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