Karolina Kuszyk in Landshut: Lesung aus In den Häusern der anderen


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Karolina Kuszyk liest aus In den Häusern der anderen
Wie schreiben sich Flucht, Vertreibung und Neubeginn in Häuser, Möbel und Alltagsgegenstände ein? Die polnische Autorin Karolina Kuszyk widmet sich in ihrer Lesung und dem anschließenden Gespräch den Spuren deutscher Vergangenheit in Westpolen. Der Abend findet im Rahmen der 23. Landshuter Literaturtage zum Thema Sehnsucht statt.
Erinnerung als literarische Spurensuche
Kuszyks Buch In den Häusern der anderen dokumentiert den Umgang der polnischen Nachkriegsgesellschaft mit den materiellen Hinterlassenschaften der geflohenen und vertriebenen Deutschen in den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Aus Dingen, Räumen und Familiengeschichten entsteht eine vielschichtige Kulturgeschichte des modernen Polen und des wiedervereinigten Deutschlands.
Die Autorin verbindet journalistische Recherche mit persönlicher Erinnerung und kulturgeschichtlicher Analyse. Ihr Stil macht sichtbar, wie politische Umbrüche im Privaten fortwirken und wie Gegenstände zu Trägern einer oftmals verdrängten Vergangenheit werden.
Eine Autorinnenlesung mit historischem Tiefenschärfe
Karolina Kuszyk ist Schriftstellerin, Journalistin und Literaturübersetzerin. Sie studierte an der Universität Warschau, übersetzt deutsche Literatur ins Polnische und veröffentlichte Beiträge in deutschen und polnischen Medien. Für In den Häusern der anderen erhielt sie unter anderem den Arthur-Kronthal-Preis, den Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen und den Georg Dehio-Buchpreis.
Das literarische Erlebnis im kleinen theater – KAMMERSPIELE Landshut verbindet konzentrierte Lesungs-Atmosphäre mit einem Gespräch über Erinnerungskultur, deutsch-polnische Beziehungen und die Nachgeschichte des Zweiten Weltkriegs. Das Gespräch führt Benedikt Schramm, Kulturreferent der Stadt Landshut.
Literatur im kulturellen Dialog
Die Veranstaltung richtet den Blick auf eine europäische Erfahrungslandschaft, in der Grenzen, Sprachen und Biografien ineinandergreifen. Kuszyks narrative Perspektive eröffnet einen differenzierten Zugang zu Verlust, Aneignung und Identität. Damit wird die Lesung zugleich zu einem Beitrag zum kulturellen Diskurs über historische Verantwortung und gegenwärtige Nachbarschaft.
Fazit
Die Lesung mit Karolina Kuszyk verspricht eine eindringliche Autorinnenbegegnung über Erinnerung, materielle Spuren und die gemeinsame Geschichte Polens und Deutschlands. Literaturinteressierte erleben einen Abend, der historische Erkenntnis mit sprachlicher Genauigkeit und persönlicher Nähe verbindet.
Offizielle Kanäle von Karolina Kuszyk:
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