Prinzen on Air im kleinen theater Landshut: Eine poetische Reise zum Staunen


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Prinzen on Air: Wenn aus Linien ganze Welten entstehen
Ein Flugzeugabsturz in der Sahara, ein rätselhaftes Gegenüber und die Bitte Zeichne mir ein Schaf: In Prinzen on Air begegnet Antoine de Saint-Exupérys berühmter Erzählung einer poetischen Bühnenfassung von Sven Grunert. Am Freitag, 6. November 2026, öffnet das kleine theater – KAMMERSPIELE Landshut den Raum für ein ungewöhnliches Bühnenerlebnis über Fantasie, Identität, Freundschaft und Hoffnung.
Eine Inszenierung zwischen Schauspiel, Zeichnung und Musik
Zwei Schauspielerinnen und Schauspieler sowie eine Performance-Zeichnerin erzählen, spielen, zeichnen und interagieren unmittelbar miteinander. Aus wenigen Linien wachsen Figuren, Landschaften und Erinnerungen vor den Augen des Publikums. Die Inszenierung verbindet Schauspielkunst, Zeichnung, Musik und Erzählung zu einem fließenden Theaterereignis, in dem sich Erzählebenen und Figuren fortwährend verwandeln.
Der kleine Prinz als innere Stimme
Regisseur Sven Grunert rückt den kleinen Prinzen nicht allein als literarische Figur ins Zentrum. Er erscheint als jenes innere Kind, das Staunen, Fragen und spielerische Offenheit bewahrt. Die Bühnenfassung frei nach Antoine de Saint-Exupéry führt vom Asteroiden B 612 über sechs Planeten bis in die Wüste und öffnet dabei einen poetischen Blick auf Wahrnehmung, Beziehung und die Einzigartigkeit des Anderen.
Ein Bühnenbild voller Spuren und Erinnerungen
Das zentrale Requisit der Inszenierung bildet ein zerborstener Flieger aus Leitern, der mit Plastik verhüllt wird. Das Bühnenbild verweist zugleich auf die Zusammenarbeit mit dem verstorbenen Bühnenbildner Helmut Stürmer. Lichtdesign, Kostüme und die körperlich präzise Regie schaffen eine Theateratmosphäre, in der jede Geste Bedeutung gewinnt und der Bühnenraum immer wieder eine neue Gestalt annimmt.
Poetisches Theater für Erwachsene
Prinzen on Air versteht sich als poetisches Theaterexperiment für Erwachsene. Der Prinz, die Prinz, das Prinz: Identitäten bleiben nicht festgeschrieben, sondern entstehen im Augenblick der Begegnung. Die ungewöhnliche Sprach- und Spielform verbindet philosophische Fragen mit sinnlicher Bühnenkunst und lädt dazu ein, im Anderen auch sich selbst zu entdecken.
Pressestimmen zur Inszenierung
Die bisherige Resonanz hebt die bemerkenswerte Inszenierung, die Körperpräsenz und Empathie von Nicola Trub und Andreas Sigrist sowie die poetische Kraft des Bühnenraums hervor. Besonders gewürdigt wurden Trubs ausdrucksstarke Körpersprache, Sig rists reflektierender Blick und die konzentrierte Atmosphäre des kleinen theaters.
Fazit: Ein Abend zum Fühlen, Atmen und Staunen
Das Publikum erwartet ein konzentriertes Bühnenerlebnis von etwa 90 Minuten ohne Pause: visuell überraschend, musikalisch vielschichtig und getragen von einer Schauspielkunst, die Literatur in lebendige Gegenwart verwandelt. Wer den kleinen Prinzen neu entdecken und Theater als Ort des Staunens erleben möchte, findet in dieser Aufführung einen besonderen Abend.
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