Eispiraten jubeln, Füchse verlieren klar: So lief der DEL2-Abend im Osten
Eispiraten jubeln, Füchse verlieren klar: So lief der DEL2-Abend im Osten
Zwei Heimspiele, zwei völlig unterschiedliche Abende: Während die Eispiraten Crimmitschau im Sahnpark ihre Effizienz ausspielen und den EV Landshut mit 2:0 bezwingen, bleiben die Lausitzer Füchse in Weißwasser trotz Möglichkeiten ohne Tor und verlieren gegen die Ravensburg Towerstars mit 0:3.
Weißwasser: Früher Rückstand, keine Erträge – Ravensburg gewinnt 3:0
Die Lausitzer Füchse unterliegen den Ravensburg Towerstars mit 0:3 (0:1, 0:1, 0:1). Vor 2.648 Zuschauern in Weißwasser setzt Ravensburg früh das erste Ausrufezeichen: Erik Jinesjö Karlsson trifft bereits in der 4. Minute zum 0:1.
Weißwasser findet danach phasenweise in die Partie und arbeitet sich zu Chancen sowie zu Überzahlsituationen. Entscheidend bleibt jedoch die fehlende Durchschlagskraft im Abschluss: Die Füchse kommen zu Möglichkeiten, verwandeln sie aber nicht. Ravensburg agiert in den Schlüsselmomenten zielstrebiger und erhöht im zweiten Drittel durch Mark Rassell nach Zusammenspiel mit Philipp Mass auf 0:2 (34.).
Dass die Partie nicht früher endgültig kippt, ist auch ein Verdienst von Füchse-Torhüter Anthony Morrone, der mit Paraden einen höheren Rückstand verhindert. Die Vorentscheidung fällt dennoch direkt zu Beginn des Schlussdrittels: Robbie Czarnik trifft im Powerplay in der 41. Minute zum 0:3. Damit ist die Richtung vor den letzten 20 Minuten klar – und Weißwasser findet offensiv keine Antwort mehr.
Crimmitschau: McCormick doppelt – Reich hält die Null beim 2:0
Im Sahnpark läuft der Abend aus ostdeutscher Sicht deutlich erfreulicher. Die Eispiraten Crimmitschau gewinnen gegen den EV Landshut mit 2:0 (1:0, 1:0, 0:0). Vor 2.587 Zuschauern ist es eine enge, intensive Partie, in der die Gastgeber ihre wenigen klaren Momente konsequent nutzen.
Die Führung erzielt Adam McCormick in der 15. Minute – ein Treffer, der Crimmitschau Stabilität gibt. Landshut kommt in der Folge zu guten Gelegenheiten, scheitert jedoch wiederholt an Kevin Reich, der zum zentralen Faktor dieses Heimsiegs wird.
Im zweiten Drittel belohnt sich Crimmitschau erneut: McCormick erhöht mit einem wuchtigen Schuss in der 37. Minute auf 2:0. Im Schlussabschnitt stellen die Eispiraten dann sichtbar auf Absicherung um, verteidigen den Vorsprung kontrolliert und lassen keinen Gegentreffer mehr zu. Für Crimmitschau bedeutet das auch „Luft im Abstiegskampf“ – ein Ergebnis, das sportlich und mental Gewicht hat, weil es aus einem umkämpften Spiel mit hoher Fehlervermeidung entsteht.
Einordnung: Effizienz und Detaildisziplin entscheiden
Beide Partien erzählen am Ende dieselbe Kernlektion – nur mit gegensätzlichem Ausgang: Wer seine Chancen verwertet und in den Details (Powerplay, Abschlussqualität, Torhüterleistung) sauberer bleibt, setzt sich durch. In Weißwasser sorgt Ravensburg mit frühen und konsequent ausgespielten Treffern für klare Verhältnisse, während die Füchse trotz Spielanteilen ohne Torerfolg bleiben. In Crimmitschau reichen zwei präzise Momente von McCormick, weil Reich hinten die Null hält und die Eispiraten die Schlussphase strukturiert verteidigen.

